Keine Strafe, sondern Prüfung

„Die Prinzessin und die Freude“ heißt ein Kinderbuch von Ulf Stark, in dem sich eine kleine Prinzessin auf eine mühsame Suche im Märchenwald begibt, um dem Papa, der seine „Freude“ verloren hat, wieder das Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Nichts scheint zu helfen, keine Geschenke, keine Überraschungen, keine lustigen Sachen. Auch auf ihrer Reise nach einem Heilmittel im Märchenwald wird die Prinzessin nicht fündig. Am Ende der Geschichte erkennt der König, dass seine kleine Prinzessin sein größtes Glück ist und findet somit sein Lachen zurück.

So einfach wie im Märchen ist die Heilung für Menschen mit Depressionen nicht. Eine Depression ist eine Krankheit, die medizinisch und therapeutisch behandelt werden muss. Leider wird sie in einigen Fällen nicht als solche wahrgenommen oder diagnostiziert und wird als „Krise“ oder „Tief“ abgetan. Der Schweregrad einer Depression kann unterschiedlich ausfallen, im schlimmsten Fall ist der Betroffene suizidgefährdet. Oft wird sie von erkrankten Menschen verheimlicht, um nicht als „labil“ oder „schwach“ stigmatisiert zu werden. Der Druck unserer Leistungsgesellschaft, immer funktionieren zu müssen, lässt es nicht zu, sich mit seiner Gefühlswelt zu beschäftigen.

Muslime, die an einer Depression leiden, stehen vor besonderen Herausforderungen, die ihnen die Behandlung erschweren können. Der Versuch, alles aus islamischer Perspektive erklären zu müssen, endet meistens im falschen Behandlungsgebiet. Depressiven Muslimen wird ein schwacher Iman suggeriert, da viele aufgrund ihrer Erkrankung nicht die Kraft haben, das rituelle Gebet zu verrichten. Trauer und Hoffnungslosigkeit wird als Undankbarkeit gegenüber den Gaben Allahs betrachtet. Vielen wird sogar der Besuch eines Heilpraktikers empfohlen, der sich mit metaphysischen Wesen beschäftigt und diese gegebenenfalls aus einem austreibt. Dieser unprofessionelle Umgang wirkt extrem kontraproduktiv bei gläubigen Muslimen. Da sie aufgrund ihrer Depression besonders empfindsam und dünnhäutig sind, wird das Leid, als „Sünder“ vor Allah zu stehen, von Schuldgefühlen verstärkt. Da bei einer Depression die Seele betroffen ist und für viele Muslime die Seele immer im religiösen Kontext steht, wünschen sich viele Muslime in solchen Fällen einen muslimischen Seelsorger oder Therapeuten. Selbst wenn sie einen muslimischen Psychologen oder Therapeuten finden, trauen sich Viele aus Scham nicht, über intime Details wie Sexualität, Eheleben oder Kindheit zu sprechen, die für die Behandlung von Bedeutung wären. Viele bevorzugen daher einen gleichgeschlechtlichen und muslimischen Therapeuten, was ihnen die Suche bei vorherrschendem Therapeutenmangel erheblich erschwert.

Ein Muslim, der eine Depression hat, sollte sich bewusst machen, dass es eine Krankheit ist wie jede andere, die vergeht, so schwer sie auch sein mag, denn „wahrlich, nach jeder Erschwernis kommt die Erleichterung“ (Sure 94:5). Depressive Menschen sind besonders sensibel und nehmen ihre Gefühle und ihre Umwelt besonders stark wahr und das ist kein Zeichen für einen schwachen Iman, sondern ein Zeichen der Wachsamkeit, was in einem und im Äußeren geschieht. Eine Depression kann sogar eine Chance sein, seinen Iman in dieser Tiefphase zu stärken, da man bewusst sowohl körperlich als auch seelisch an sich arbeitet. Daher sollte man unbedingt eine Therapie machen, auch wenn diese von Nichtmuslimen angeboten wird, denn bei einem Therapeuten kommt es auf die Vertrauenswürdigkeit und die Kompetenz an. Vielleicht kann ein nichtmuslimischer Therapeut unsere Sorgen aus einer neutralen Perspektive betrachten. Der Prophet pflegte, auch Nichtmuslime um Rat und Hilfe zu fragen, wenn er sie für geeignet hielt. Es gehört auch zu der Prophetentradition, offen über Probleme zu reden und sich Hilfe zu holen. In der Sure asch-Schura heißt es dazu:

„Und die auf ihren Herrn hören und das Gebet verrichten und ihre Angelegenheiten in gegenseitiger Beratung regeln“ (42:38)

Zu dem Propheten selbst kamen Frauen und Männer, die über intime Probleme aus ihrem Eheleben berichteten und nach Lösungen suchten. Eine Sure im Koran heißt „Das Streitgespräch“. Darin wird ebenfalls ein Eheproblem thematisiert.

Was auch immer die Ursache der Depression ist, wir sollten sie als eine Krankheit betrachten, die da ist, um eine Aufgabe zu erfüllen. Sie bietet uns die Möglichkeit, mit professioneller Unterstützung in uns zu kehren und unserer Gefühlswelt mehr Aufmerksamkeit zu schenken, denn wir sind keine Maschinen, die auf Knopfdruck funktionieren. Wenn wir an uns arbeiten, wird das unseren Iman stärken, weil wir uns als Mensch weiterentwickeln. Depressive Muslime sollten sich von unwissenden Mitmenschen niemals einreden lassen, die Nähe zu Allah verloren zu haben und sollten selbst bei dieser schwer zu ertragenden Krankheit wissen, dass Allahs Barmherzigkeit allumfassend ist (7:156) und er keiner Seele mehr aufträgt, als sie zu tragen vermag (7:42). (sbk)

Der Islam ist nicht die Lösung

Den Muslimen dieser Welt geht es schlecht. Wo man auch hinschaut, scheinen sie Anderen unterlegen zu sein. Viele der sogenannten islamischen Länder sind gebeutelt von jahrzehntelanger Willkürherrschaft, von Krieg und Terror. Ökonomisch hinkt die islamische Welt dem Westen weit hinterher. Politisch hat sie, wenn überhaupt, nur geringen Einfluss. In den Wissenschaften und Künsten sind Muslime weltweit kaum bis gar nicht wahrnehmbar. Selbst in den wohlhabenderen Teilen des Globus, in denen es ihnen zumindest wirtschaftlich besser geht, sind sie tagtäglich Ausgrenzung, Diskriminierung und Rassismus ausgesetzt.

Für einige liegt die Ursache dieser Missstände ganz klar im Islam selbst. Wenn der Islam nämlich nicht rückständig, gewaltaffin und freiheitsfeindlich wäre, so die Behauptung, dann hätten seine Anhänger heute auch nicht mit all diesen Schwierigkeiten zu kämpfen. Der einzige Weg aus der Misere wäre demnach ein Bruch mit der eigenen religiösen Tradition. Kurzum: der Islam sei das Problem.

Weiterlesen “Der Islam ist nicht die Lösung”

3.Oktober – Einheit in Vielfalt

Am kommenden Mittwoch begeht Deutschland den „Tag der deutschen Einheit“ und vielerorts wird mit verschiedenen Feierlichkeiten an die Überwindung der Teilung Deutschlands in jenem historischen Herbst des Jahres 1990 gedacht.
In diesem Jahr lautet das Motto zu den zentralen Feierlichkeiten „Nur mit euch“. Ein einprägsames Motto, bei dem es 28 Jahre nach dem Fall der Mauer um mehr geht, als nur um das Zusammenwachsen von Ost und West. Es geht um unsere gesamte Gesellschaft, um Zusammenhalt und darum, wie wir als Menschen mit unterschiedlichen Glaubens- und Weltanschauungsvorstellungen miteinander auskommen wollen.

Weiterlesen “3.Oktober – Einheit in Vielfalt”

Nostalgie als Opium für das Volk

Die Beschäftigung mit der Geschichte der islamischen Gelehrsamkeit ist für uns Muslime heute von großer Bedeutung. Die Reflektion über die Werke und die Persönlichkeiten, die diese Wissenstradition über die Jahrhunderte entwickelt haben, ist wichtig, um sich mit den Herausforderungen der Gegenwart auseinanderzusetzen und eigene, auf das Heute bezogene Lösungen oder Denkanstöße zu finden.

Nicht selten dominieren bei uns Muslimen aber zwei extreme Formen, wie man sich mit der eigenen Geschichte beschäftigt und sich dieser annähert. Das eine Extrem ist die Romantisierung der Vergangenheit. Man neigt ganz schnell zu einer nostalgischen Haltung, klagt dabei die eigene gegenwärtige Lage an. Man denkt, dass man durch die unreflektierte und von der Gegenwart losgelöste Nachahmung des vergangenen Erbes zur alten Blüte wiedererlangt. Dabei ist dieses Erbe jedoch nur konstruiert.

Das andere Extrem ist die totale Verdammung der eigenen Wissenstradition. Dabei wird verzweifelt versucht, ohne jegliches Fundament etwas Neues zu konstruieren. Das führt letztendlich zu einer Beliebigkeit und dem Verlust von Wissen. Beide Herangehensweisen sind am Ende oberflächlich und fern der historischen Realitäten, die über die Jahrhunderte herrschten.

Weiterlesen “Nostalgie als Opium für das Volk”

Gewissensfragen

Gewöhnlich findet sich freitags an dieser Stelle ein Text, mit dem das Thema Spiritualität im Islam angesprochen wird. Oder die Autoren versuchen, eben jene Spiritualität durch ihre Texte spürbar zu machen. Aber zuweilen hat man das Gefühl, dass die äußeren Bedingungen unserer Existenz unsere Gedankenwelt derart überlagern, dass kein Platz mehr für Spiritualität bleibt, dass die Kakophonie menschlicher Verfehlungen so laut wird, dass man seine innere Stimme nicht mehr hören kann. Dieser Lärm übertönt jeden Versuch der inneren Einkehr und hindert uns daran, uns auf das Wesentliche zu besinnen.

Das Randständige, das Unbedeutende ist in solchen Momenten derart penetrant und übergriffig, dass es nicht mehr ausreicht, diese Einflüsse zu ignorieren. In den letzten Tagen war ein solcher Lärm zu hören, der die vorsichtigen und bedachten Stimmen, die sich mit den Existenzbedingungen der Muslime in Deutschland beschäftigen, zu übertönen versuchte. Es war ein Umgangston, der von Hass und dem Wunsch nach Ausgrenzung getrieben war. 

Weiterlesen “Gewissensfragen”

… nicht mehr Wert als der Nichtaraber

Nächstes Jahr wird es 70 Jahre her sein, seitdem in Deutschland die Verfassung, das Grundgesetz, mit den Worten “Die Würde des Menschen ist unantastbar” entworfen worden ist. Nur vier Jahre davor wurde Deutschland von Unmenschlichkeit und Barbarei regiert. Würde, Menschlichkeit, alles konnte angetastet,verletzt, missachtet werden. Menschen sollten jeweils unterschiedlich Wert sein, je nach religiösem oder ethnischen Hintergrund wurde über ihre Zukunft, über Leben und Tod entschieden. Die Nationalsozialisten waren neben anderem auch durch und durch Rassisten. Unterschiede zwischen Menschen wurden überhöht, wo es sie eigentlich nicht gab. Sie wurden künstlich geschaffen.

Doch mit dem Ende der Nationalsozialisten und der Einführung des Grundgesetzes verschwand der Rassismus nicht aus diesen, unseren Gefilden. Immer wieder bricht er durch, zuletzt ganz massiv in Chemnitz. Er zeigt, dass es noch genug Menschen in Deutschland gibt, die nicht bereit sind, Unterschiede zu akzeptieren oder gar zu respektieren.

Weiterlesen “… nicht mehr Wert als der Nichtaraber”

Der liebevolle Umgang mit Tieren

Im Internet kursieren schreckliche Bilder von Tieren, die gejagt, misshandelt oder ausgehungert ihrem Schicksal überlassen werden. Die Mode- und Lederindustrie lässt Tiere gewaltsam für ihre Habgier leiden. Sogenannte Trophäenjäger, die aus Mordlust töten, posieren mit ihrer Beute, sexuell gestörte Menschen vergewaltigen Tiere, um sich zu befriedigen. Angebliche Tierliebhaber und –halter sind mit der Pflege ihrer Tiere überfordert und setzten sie einfach aus und lassen sie verhungern und verdursten. Der gewaltsame Umgang mit Tieren darf keinen Platz in unserer Gemeinschaft haben, denn Tiere sind auch Lebewesen und haben ein Daseinsrecht, das nicht gewaltsam geraubt werden darf.

Weiterlesen “Der liebevolle Umgang mit Tieren”

Das Seil, das uns an diese Welt bindet

Gestern habe ich einen Mann besucht, der kurz vor seinem Tod steht. Es gibt Zeichen, die uns das ankündigen, die Art, wie er spricht, wie er die Dinge fühlt, die passieren werden, wie er versucht, seine Angelegenheiten in Ordnung zu bringen. Die Art, wie er für die Realität des Unsichtbaren offen ist. Wie seine Sinne zu verschwinden beginnen, sein Blick, sein Geruchssinn, das Gefühl für seine Angehörigen, sein Gehör, seine Sprache, sein Geschmack. Als ob Allah nach und nach alles wegnimmt, was ihn mit dieser Welt verbindet.

Weiterlesen “Das Seil, das uns an diese Welt bindet”

Der Dienst am Menschen, in der Moschee

Für uns sind sie etwas Selbstverständliches. Sie waren da, als wir noch klein waren, wir sind auch in ihnen aufgewachsen und mindestens einmal die Woche finden wir uns dort wieder ein. Die kleinen und großen Moscheegemeinden um uns herum. Manche gibt es seit über 50 Jahren, manche erst seit 10-15 Jahren. Für die meisten von uns sind sie einfach da, als könnten sie aus sich heraus existieren, als würden alle Notwendigkeiten und Bedingungen für ihre Existenz von einer höheren Macht erfüllt.

Sie werden jedoch von Menschen betrieben, von Menschen wie du und ich. Von einigen wenigen Engagierten, die ihre Freizeit, ihr Können und oftmals ihr Geld aufopfern, damit wir alle in den Moscheen unsere religiösen und sozialen Bedürfnisse befriedigen können. Kaum eine Moscheegemeinde kann auf ein finanzielles Polster, hauptamtliche Verwaltungsmitarbeiter und gesicherte Einkünfte vertrauen. Für fast alle Gemeinden in Deutschland ist es Monat und Monat ein Ringen um das Notwendigste, eine stetige Mängelverwaltung, die uns am Ende unsere wertvollste Ressource Mensch, in Form von ausgebrannten Ehrenamtlichen, kostet.

Moscheegemeinden sind in Deutschland anders organisiert als Kirchen und werden anders finanziert. 3,4 Prozent der evangelischen Kirchenmitglieder kommen Sonntags zum Gottesdienst, ca. 10 Prozent sind es bei der katholischen Kirche. Überspitzt formuliert könnte man sagen, dass von einer Mehrheit von Kirchenmitgliedern die Infrastruktur für eine nutzende Minderheit finanziert wird. Eine mitgliedschaftliche Erfassung der Angehörigen gibt es zwar im Islam nicht. Legen wir die Zahl der Fördermitglieder und die Zahl der Besucher beim Freitagsgebet in den Moscheegemeinden zu Grunde, haben wir hier eine andere Konstellation. In größeren Moscheen mit weit über 1000 Besuchern beim Freitagsgebet sind es oftmals gerade einmal 200 bis 300 Fördermitglieder, die die laufenden Kosten der Gemeinde tragen. Hier finanzieren quasi 25 % die Infrastruktur, die von 100 % genutzt wird. Was treibt diese wenigen Menschen dann an, sich diese Belastung Woche für Woche, Monat für Monat anzutun?

“Die Anbetungsstätten Allahs soll nur unterhalten, wer an Allah und den Jüngsten Tag glaubt, wer das Gebet verrichtet und aus Mildtätigkeit ausgibt und keinen fürchtet außer Allah. Vielleicht gehören jene zu denen, die sich leiten lassen.” (9:18)

Der Vers gibt eine Hoffnung derjenigen wieder, die sich in diese Arbeit begeben. Er ist kein Ausdruck der Exklusivität, er ist eine Ermunterung, sich einzubringen und einzusetzen. Der Glaube an Allah und den Jüngsten Tag wird oftmals zusammen mit Bewusstsein, Verantwortungsbewusstsein angeführt. Die stete Verrichtung des Gebetes braucht Disziplin, die Bereitschaft zu Mildtätigkeit erfordert Selbstlosigkeit und keinen zu fürchten außer Allah Aufrichtigkeit und Selbstbewusstsein. Der Vers gibt zwischen den Zeilen Eigenschaften wieder, die einerseits im Dienst für die Gemeinde notwendig sind, andererseits auch in diesem Dienst ausgebaut werden können.

Aktuell findet die Arbeit in den Moscheegemeinden fast ausschließlich ehrenamtlich statt. Die Ehrenamtlichkeit bedeutet nicht, dass diese Arbeit dilletantisch oder amateurhaft sein darf. Der Dienst am Menschen, und darum handelt es sich bei der Arbeit in der Gemeinde, verdient Aufrichtigkeit und Ernsthaftigkeit. Er spricht die Herzen der Menschen an und für viele Muslime ist die Moscheegemeinde der Ort, an dem sie ihre Spriritualität ausleben können. Für manche Nicht-Muslime ist es der Ort, an dem sie mit “dem” Islam in Berührung kommen. Es ist ein Ort, der es nicht verdient mit Misswirtschaft, Missgunst und Dilettantismus in Verbindung gebracht zu werden. Denn am Ende wirken sich diese Negativitäten auf die Religiosität der Menschen aus.

Dies wird nicht durch das unter den Teppich kehren von Problem erreicht. Wir können das Fernbleiben dieser Missstände nur dann gewährleisten, wenn wir in unsern Gemeinden noch penibler als sonst auf sorgsame Mittelverwendung, auf die Schulung und Fortbildung auch der ehrenamtliche Mitarbeiter und die verantwortungsbewusste Übernahme und Vergabe von Ämtern achten. Dies bedeutet dann aber auch, dass wir als Mitglieder unserer Gemeinden Transparenz einfordern und als Vorstände praktizieren müssen. Dann werden wir unserer jeweiligen Verantwortung und der Hoffnung aus dem obigen Vers gerecht werden können.

“Siehe, Allah befiehlt euch, die euch anvertrauten Güter ihren Eignern zu übergeben. Und, wenn ihr zwischen den Menschen richtet, in Gerechtigkeit zu richten. Siehe, wie wunderbar ermahnt euch Gott darin! Siehe, Allah ist hörend, sehend.” (4:58)

(ek)

Wenn Allahs Hilfe kommt…

Acht Jahre waren vergangen, seit er diese Stadt fluchtartig verlassen musste. Nach seinem Leben hatten sie getrachtet, so weit waren sie damals bereit zu gehen. Über 20 Jahre waren vergangen, als er am Rande dieser Stadt die erste Offenbarung erhalten hatte. 20 Jahre voller Entbehrung, Zurückweisung, voller Sorgen aber auch Freuden. Und nun war er zurück, in der Stadt Abrahams, in der der “Freund Gottes” (Khalilullah) mit seinem Sohn die Fundamente des “Hauses Gottes” gelegt hatte.

Der Prophet war wieder in seiner Geburtsstadt Mekka, er war als Sieger eingezogen. Tage des Triumphs durchlebten der Prophet und seine Gefährten, aus dem Umland strömten Neugierige nicht nur in die Stadt, sondern auch in den Glauben. Jetzt wäre es endlich an der Zeit, den Sieg zu feiern, mit Stolz auf den Erfolg zu zeigen, auf die wachsenden Zahlen, die strömenden Mengen an Menschen. 

Weiterlesen “Wenn Allahs Hilfe kommt…”