Hauptsache Halal-Stempel?

Im edlen Koran teilt uns der Allmächtige mit: „So eßt von dem, womit Allah euch versorgt hat, welches erlaubt ist und gut. Und seid dankbar für das Wohlgefallen Allahs, wenn ihr Ihm allein dient!“ (Sure 16, 114) Ebenso wie es heißt „Die Erschaffung der Himmel und Erde ist größer als die Erschaffung der Menschheit, aber die meisten Menschen wissen es nicht“ (Sure 40, 57).

Für mich als ökologisch bewusst lebendem Gläubigen bedeuten unsere Speisegebote daher mehr, als nur auf Schweinefleisch und Alkohol zu verzichten, sondern meine Lebensweise in Einklang mit der Natur und den verfügbaren Ressourcen zu bringen.
Dazu gehört, unsere Erde zu schützen und alles was ihr schadet, möglichst zu vermeiden, weshalb für mich zu Erlaubtem und Gutem auch Verzicht auf Produkte bedeutet, die diesem Ziel widersprechen.

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“… was der Menschen Hände hat angerichtet”

Es ist der Monat der Besinnung, der Bewusstwerdung. So stellen wir uns den Ramadan vor, so wird er uns immer wieder fromm beschrieben. Nur, was sollen wir uns bewusst werden, um welche Besinnung geht es dabei?

Naheliegend ist beim Ramadan die Verknüpfung mit dem Thema Konsum und Enthaltsamkeit. Das Fasten in dem Monat, der Verzicht auf Speise und Trank von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang, rückt für uns in das Zentrum unserer Betrachtung. Das Fasten steht als Gottesdienst im Zentrum dieses Monats, wir fokussieren unser Wirken ganz selbstverständlich auf dessen Umsetzung. Wir reden über den Verzicht, welche spirituellen Zugänge uns darüber eröffnet werden. Der Ramadan soll uns in Erinnerung rufen, dass es auch Menschen ohne täglich Brot gibt.

Eine Frage bleibt dabei unbeantwortet: Warum fasten dann denn die Notleidenden mit? Es gibt zahlreiche Ausnahmen für das Fasten, Schwangerschaft, das Alter – zu jung oder zu alt -, Erkrankungen und einiges andere. Armut gehört nicht zu diesen Ausnahmen. Welchen Sinn hätte es dann denn, dass derjenige, der sowieso nicht viel hat, sich mit dem Fasten des Nicht-Viel-Habens bewusst wird? Weiterlesen ““… was der Menschen Hände hat angerichtet””

Die Umweltkrise ist auch eine spirituelle Krise

In der islamischen Welt ist das Bewusstsein für Umweltthemen nicht sehr ausgeprägt oder besser gesagt gar nicht vorhanden. Ob man nun in Kairo, Istanbul oder Islamabad ist, das Thema Umweltschutz ist oft unbekannt, obwohl die daraus resultierenden Probleme immer gravierender werden. Dies umfasst nicht nur die mangelhafte Umweltpolitik vieler muslimischer Staaten, sondern auch den Alltag der Menschen.

Wenn wir uns aber die islamischen Quellen anschauen und uns mit ihnen ernsthaft auseinandersetzen, dann können wir ohne weiteres daraus Handlungsanweisungen für ökologische Nachhaltigkeit ableiten. Weiterlesen “Die Umweltkrise ist auch eine spirituelle Krise”

Seelen-Nahrung

Nehmen wir unsere Mitmenschen tatsächlich wahr? Die Menschen um uns herum, sind wir uns ihrer Existenz vollends bewusst? Morgens wenn wir beim Frühstücken unseren Kaffee schlürfen und unserem Ehepartner gegenübersitzen, sehen wir dann in ihren, in seinen Augen, wie es ihr oder ihm geht? Motiviert uns der Blickkontakt und das Wechseln ein paar netter Worte den Alltag mit Leichtigkeit zu bewältigen? Sind wir im Kopf schon bei der Arbeit, wenn unsere Kinder uns eine Frage stellen? Ach, sie stellen so viele Fragen. Sehen wir die Enttäuschung in ihren Gesichtern, wenn sie uns dabei ertappen, wie wir ihnen nicht antworten können, weil wir ihnen nicht zugehört haben? Weiterlesen “Seelen-Nahrung”