Ramadan – An der Grenze zu neuen Anfängen

In der kommenden Woche beginnt der Monat Ramadan. Es ist der neunte Monat des islamischen Mondkalenders. Von Mitte Mai bis Mitte Juni werden wir einen Monat lang uns auf eine der fünf Säulen des Islam stützen – das Fasten. Verschiedene Koranverse verweisen auf das Fasten und auf den Monat Ramadan, unterstreichen den Segen, der diesem Monat und dem Fasten innewohnt und erinnern daran, dass die ersten Verse des Koran im Monat Ramadan offenbart wurden (vgl. 2, 185, 187; 97; 19, 26).

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Es gibt nichts Gutes, außer man tut es

Ständig sind wir konfrontiert mit medialen und politischen Debatten über uns Muslime. Gesellschaftliche Debatten – so anstrengend sie oft auch sein mögen – sind trotzdem wichtig. Wir als deutsche Muslime, denen die Zukunft dieser unseren Gesellschaft am Herzen liegt, müssen auf allen Ebenen auch unserer Verantwortung gerecht werden, in dem auch wir als Muslime unseren Beitrag für die Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen leisten. Weiterlesen “Es gibt nichts Gutes, außer man tut es”

Mehr als nur eine Welt

Jeden Tag, mehrmals täglich, verrichten wir unser Ritualgebet. Unzählige Male haben wir dabei die gleichen Koranverse rezitiert und werden sie immer wieder rezitieren. Die Eröffnungssure des Koran, die Fatiha, hat dabei große Bedeutung.

Sie ist das Fundament, der Kern unserer Ritualgebete. Immer wieder wiederholen wir die gleichen Worte, im stillen Gespräch mit Allah. Wir lauschen ihnen während der Rezitation durch den Imam. Die gleichen Verse markieren den Beginn und das Ende unseres Ritualgebets. Selbst wenn uns alles andere trennt, so vereinen uns die Verse der Fatiha im Moment des Gebets mit allen Muslimen dieser Welt.

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Der Judenhass in unserer Mitte

Als muslimische Gemeinschaft sprechen wir gern über unsere religiösen Tugenden, über den Islam als Rechtleitung für unser Leben. Selten sprechen wir aber über die Verirrungen, denen wir erliegen. Solche Verirrungen sind menschlich. Sie sind Ausdruck unserer Unvollkommenheit.

Aber wir dürfen sie nicht hinnehmen, wir dürfen sie nicht leugnen oder verharmlosen. Denn dann laufen wir Gefahr, dass Verirrungen nicht mehr als solche erkannt werden, ja sogar als ihr Gegenteil, nämlich als authentische muslimische Haltung missverstanden und über Generationen hinweg aufrechterhalten werden.

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Die gebildete Unwissenheit

Wir leben in einer Zeit, in der jeder von uns mit einem Smartphone von fast überall Zugang hat zu einer Fülle von Informationen, deren Fülle man sich kaum vorstellen kann. In vielen alltäglichen Dingen bringt dies eine gewisse Erleichterung mit sich. Aber sehr schnell führt es bei uns Menschen auch zu einer Illusion, indem der Unterschied zwischen bloßer Information und fundiertem Wissen immer unkenntlicher wird. Das betrifft ganz unterschiedliche Lebensbereiche. Besonders auffällig sind die Auswirkungen bei der Verbreitung von Fake News, indem ganz unterschiedliche politische Akteure die Überflutung des einzelnen Menschen mit Informationen für sich nutzbar machen. Sie streuen gezielt Nachrichten zur Desinformation und Manipulation, welche die Emotionen und Ängste der Menschen bedienen, und sie somit für eine politische Ideologie empfänglich machen. Weiterlesen “Die gebildete Unwissenheit”

Von Osterhasen, Traditionshasen und Angsthasen

Heute ist Karfreitag. Für unsere christlichen Mitbürger ist dies ein Tag großer Trauer und des stillen Gedenkens. Ab Sonntag begehen sie voller Freude und Hoffnung das Osterfest – die im Bedeutungszusammenhang ihrer Religion betrachtet bedeutsamsten und höchsten Feiertage. Anlässlich solcher Feiertage entspinnt sich immer häufiger auch eine Debatte darüber, wie sehr solche Festtage noch geachtet und gepflegt werden oder wie sehr sie einem vermeintlich bedrängenden Einfluss des Islam unterliegen.

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Doch Allahs Hilfe ist nah!

Seit Wochen hören wir Berichte über Anschläge auf Moscheen. Bilder von abgebrannten Gebetsräumen und verkohlten Koran-Seiten brennen sich in unser kollektives Gedächtnis ein. Und als ob dies alles nicht reichen würde, stellt der frisch vereidigte Bundes-Innenminister die Zugehörigkeit des Islams in Deutschland in Frage. Frustration, Irritation, ja sogar Angst sind Reaktionen, auf die wir in der Gemeinschaft stoßen. Und eine gefährliche Hoffnungslosigkeit macht sich breit – gespeist von nicht enden wollenden Debatten, über ein Faktum, das gar nicht zur Diskussion steht – dass wir hier dazugehören.

So nachvollziehbar die Enttäuschung ist, so falsch ist das Verfallen in Resignation und das Feststecken in der Hoffnungslosigkeit. Diese Hoffnungslosigkeit bedeutet nämlich auch den Verlust des Glaubens an die eigene Wirkmächtigkeit, den Verlust der Hoffnung in sich selbst, den Verlust der Hoffnung in Allah.

Das Hoffen in Ihm ist verbunden mit dem Wissen um das von Ihm gegebene Potential, um die Hoffnung, die Er in uns gesetzt hat. Das Bestehen in schwierigen Zeiten bedeutet dann, sich diesen Ausgrenzungen und Angriffen entgegenzustellen, den Mut nicht zu verlieren und weiterhin den eigenen Beitrag zum gesellschaftlichen Miteinander zu leisten. Weiterlesen “Doch Allahs Hilfe ist nah!”

Kein Abglanz des Mannes

Weltfrauentag.
Wieder sensible Texte.
Koranverse.
Prophetenzitate.

Und dann wieder 364 Tage Ungerechtigkeit, Benachteiligung und Geringschätzung.

Frauen nur im Verhältnis zum Mann wahrzunehmen – immer nur als Mutter, Tochter, Schwester oder Ehefrau – bedeutet auch, ihnen die Achtung als selbstbestimmter, gleichwertiger Mensch zu verweigern. Weiterlesen “Kein Abglanz des Mannes”

Die Schöpfung bewahren

Wir erleben derzeit eine extreme Kältewelle in Europa. Wer morgens früh aus dem Haus muss, um zur Arbeit oder zur Schule zu fahren, wundert sich oft, wann es in den letzten Jahren solch kalte Tage und Nächte gegeben hat. Ein Blick auf die Wetterkarten der letzten Woche offenbarte erstaunliches.

So hatten wir es am Nordpol in manchen Nächten wärmer als tagsüber bei uns. Experten sprechen hier von einer Störung der Luftströmungen, wobei die zunehmende Erderwärmung hier eine gewichtige Rolle spielt. Auch die Winterstürme der letzten Monate zeigen, dass diese extremen Wetterereignisse zunehmen. Weiterlesen “Die Schöpfung bewahren”

Das Schöne in uns

„Spieglein, Spieglein an der Wand…“
Wir kennen alle das Märchen, in dem die böse Königin um jeden Preis die Schönste im Land sein möchte. Sie fragt täglich ihren Spiegel und erhofft sich die Bestätigung, die Allerschönste zu sein. Erfasst von ihrem Narzissmus ist sie bereit, alles dafür zu tun, um die Konkurrenz auszumerzen. Weiterlesen “Das Schöne in uns”